Schalt­stelle im euro­päischen Zug­verkehr

Wir suchen den besten Weg

Das Schienennetz zwischen Mannheim und Karlsruhe zählt zu den wichtigsten Bahnverbindungen Europas. Der Abschnitt gehört zum sogenannten Mittelrhein-Korridor, auf dem Konsum- und Industrie­güter zwischen den Regionen und den Hoch­see­häfen Rotterdam und Genua transportiert werden. Von dieser Logistik­leistung profitieren die Menschen, aber auch die starken Wirt­schafts­stand­orte im Korridor zwischen Mannheim, Ludwigshafen am Rhein und Karlsruhe. 

Der Ausbau ist wichtig, damit Mannheim und Karlsruhe auch in Zukunft zentrale Dreh­kreuze für den Personen- und Güter­verkehr in Europa bleiben.

Schaltstelle im europäischen Zugverkehr

Mannheim und Karlsruhe sind wichtige Drehkreuze im europäischen Zugverkehr

Alle Lösungen werden geprüft

Die Planungen für das Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe umfassen den durchgehenden Raum von Mannheim-Waldhof im Norden über die gesamte Rhein­ebene bis nach Karlsruhe im Süden. In einem ersten Schritt wurden mögliche Strecken­führungen ausfindig gemacht. 

Dabei wurde berücksichtigt, dass sowohl Bestands­strecken ausgebaut als auch Neu­bau­strecken realisiert werden können. Der Bereich, in dem eine Strecken­führung grund­sätzlich möglich ist, wird als Such­raum bezeichnet. Dieser Such­raum wurde anhand unter­schied­licher Kriterien wie die Auswirkungen auf Menschen und Lebens­räume untersucht. So konnte der Such­raum schrittweise auf mögliche Linien­varianten eingegrenzt werden. 

Suchraum von Mannheim Waldhof über die Rheinebene bis nach Karlsruhe.

Der Suchraum des Projekts Mannheim–Karlsruhe

Aktueller Stand: Vorzugsvariante wird die R4

Das Projekt hat am 24. November 2025 im Rahmen des Dialogforums die Ergebnisse des Variantenvergleichs für den Bereich südlich von Mannheim vorgestellt. Unser Planungsteam hat versprechende Linienvarianten genauer geprüft und sie intensiv anhand verschiedener Kriterien verglichen. Die R4 hat sich als die im Vergleich beste Variante durchgesetzt und geht als Vorzugsvariante in die Raumverträglichkeitsprüfung ein.  

Basierend auf den aktuell gültigen Zugzahlen 2030 Deutschlandtakt ist eine Entscheidung für den Raum Mannheim noch nicht möglich. Hierfür ist die Zugzahlenprognose 2040 Deutschlandtakt entscheidend, die derzeit durch die Gutachter des Bundes erarbeitet und im Sommer 2026 erwartet wird.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Variantenvergleichs finden Sie auf unserer Seite zur Vorzugsvariante.

Interaktive Karte

Planung im Raum

Eine detaillierte Übersicht der Vorzugsvariante R4 bietet unsere interaktive Karte. Hier erhalten Sie einen Überblick über den aktuellen Planungsstand.

Karte anzeigen

Vorteile für Wirtschaft und Umwelt

Mehr und bessere Verbindungen und ein stabiler Betriebs­ablauf für den pünktlichen Eisenbahn­verkehr – das sind die Ziele, die mit den Vorhaben erreicht werden sollen. Mit dem Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe bleiben Mannheim und Karlsruhe auch in Zukunft attraktive ICE- und Güter­verkehrs­knoten. Es sichert den Regionen Rhein-Neckar und Mittlerer Oberrhein ihre Stellung als bedeutende Schalt­stellen der europäischen Wirtschaft und als Dreh­scheiben für den deutschen Fern­verkehr.

Der Neu- und Ausbau der Verbindung zwischen Mannheim und Karlsruhe leistet zudem einen aktiven Beitrag zum Klima­schutz. 65.000 Tonnen Kohlen­dioxid pro Jahr werden infolge des Neu- und Ausbaus vermieden. Durch die zusätzlichen Transport­kapazitäten können mehr Güter über die Schiene transportiert werden. Das sorgt für freie Auto­bahnen, weniger Staus und bessere Luft.