Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe

Aus- und Neubau der Verbindung
zwischen Mannheim und Karlsruhe

Mannheim – Karlsruhe

Schaltstelle im euro­päischen Zugverkehr

Mannheim Karlsruhe Frankfurt Basel Rheinland-Pfalz Hessen Bayern Baden-Württemberg Schweiz Frankreich

Das Schienennetz zwischen Mannheim und Karlsruhe zählt zu den wichtigsten Bahn­verbin­dungen Europas. Mit rund 240 Fern­verkehrs­abfahrten bietet der Bahnhof Mannheim den rund 30.000 Aus- und Umsteigern täglich besten Anschluss. Bereits heute stößt die Ver­bindung zwischen Mannheim und Karls­ruhe aber an ihre Kapazitätsgrenzen.

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An der Grenze der Belastbarkeit – und darüber hinaus

Das Schienennetz zwischen Mannheim und Karlsruhe gehört zum sogenannten Mittelrhein-Korridor, auf dem Konsum- und Industriegüter von und zu den Hochseehäfen Rotterdam und Genua transportiert werden. Von dieser Logistikleistung profitieren die Menschen, aber auch die starken Wirtschaftsstandorte im Korridor, zu denen auch Mannheim, Ludwigshafen am Rhein, Wörth und Karlsruhe zählen. Wird der Schienenverkehr wie prognostiziert steigen, können im Jahr 2030 täglich jedoch rund 30 Güterzüge aus Mannheim nicht mehr abfahren. Die Folge: Mehr als 1.600 zusätzliche LKW transportieren die Güter dann über die Straße, verursachen Staus und zusätzliche Kohlendioxid-Emissionen.

Ludwigshafenam Rhein Stuttgart Basel Mannheim Flughafen Frankfurt viertgrößter Binnenhafen Deutschlands Paris Heidelberg Karlsruhe 3h 30min 2h 30min 2h 1h 45min Flughafen Karlsruhe/ Baden-Baden Flughafen Straßburg 37min 50min 30min 1h 10min 1h Zweitgrößter Rangierbahnhof Deutschlands

Der Ausbau ist wichtig, damit Mannheim und Karlsruhe auch in Zukunft zentrale Drehkreuze für den Personen- und Güterverkehr in Europa bleiben.

Für die Attraktivität der Region – auch in Zukunft

Mit dem Bahnprojekt Mannheim – Karlsruhe bleiben Mannheim und Karlsruhe auch in Zukunft attraktive ICE- und Güterverkehrsknoten. Es sichert den Regionen Rhein-Neckar und Mittlerer Oberrhein ihre Stellung als bedeutende Schaltstellen der europäischen Wirtschaft und als Drehscheiben für den deutschen Fernverkehr.

Im Dreiklang

Pünkt­lichkeit, Geschwin­dig­keit und Klimaschutz

Der Aus- und Neubau der Verbindung zwischen Mannheim und Karlsruhe ist über die Projekte „Korridor Mittelrhein Zielnetz I“ und „Knoten Mannheim“ Teil des Bundes­schienen­wege­ausbau­gesetzes. Mehr und bessere Verbindungen, weniger Wartezeiten an den Bahnhöfen und kürzere Fahrzeiten – das sind zusammengefasst die Ziele, die mit den Vorhaben erreicht werden sollen.

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Freie Fahrt für den Klimaschutz

Der Aus- und Neubau der Verbindung zwischen Mannheim und Karlsruhe leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. 65.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr werden infolge des Aus- und Neubaus vermieden. Durch die zusätzlichen Transportkapazitäten muss der Güterverkehr auch nicht auf die Straße ausweichen, im Gegenteil: es können mehr Güter über die Schiene transportiert werden. Das sorgt für freiere Autobahnen, weniger Staus und bessere Luft.

Lärmschutz von Anfang an

Innovationen machen den Güterverkehr leiser. Damit alle in Deutschland verkehrenden Güterwagen mit modernen, lärmarmen Bremssohlen ausgestattet werden, hat die Bundesregierung ein Gesetz erlassen, dass laute Güterwagen mit alten und lauteren Grauguss-Bremssystemen ab Ende 2020 in Deutschland verbietet.

Und wir machen uns stark für diese Entwicklung: Schon heute sind rund 85 Prozent der Güterwagen von DB Cargo in Deutschland leiser unterwegs, bis Ende 2020 wird es die gesamte Flotte sein. Damit wird der Lärm eines vorbeifahrenden Güterzuges um bis zu 10 Dezibel reduziert. Das wird in der menschlichen Wahrnehmung als Halbierung wahrgenommen. Weitere Maßnahmen wie Schallschutzwände ergänzen den Lärmschutz.

Status und Planung

Den besten Weg finden

Mannheim ? Karlsruhe

Die Vorhaben zum Aus- und Neubau der Verbindung zwischen Mannheim und Karlsruhe sind in einer sehr frühen Planungsphase. Sie werden durch unsere Fachplaner in den kommenden Jahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit bearbeitet. Grundlage dafür ist das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Bundes­schienen­wege­ausbau­gesetz. Wir, die DB Netz AG, planen als Infra­struktur­betreiber die Maßnahmen und setzen sie um.

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Wir beginnen auf einem leeren Blatt Papier

Nördlich von Mannheim befindet sich das Vorhaben „Neubaustrecke Rhein-Main/Rhein-Neckar“ in Planung. Eine Öffentlichkeits­beteiligung gibt es hier bereits seit Herbst 2016. Südlich von Karlsruhe beginnt die „Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel“, deren Abschnitte teilweise in der Planungs- oder Bauphase stehen oder bereits in Betrieb genommen wurden. Für die Neu- und Ausbauvorhaben der Verbindung zwischen Mannheim und – Karlsruhe wird die Ausschreibung der Planung und auch die Öffentlich­keits­beteiligung voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen. Hierbei ist auch die zukünftige Streckenführung zu erarbeiten.

Wir suchen das am besten geeignete Gesamtkonzept

Unter Berücksichtigung aller Interessen ist es unsere Aufgabe, eine Variante für den möglichen Ausbau und die Streckenführung im Raum Mannheim-Karlsruhe zu finden, die die verkehrlichen Ziele erfüllt und genehmigungs- und finanzierungsfähig ist. Dabei prüfen wir auch intensiv die Betroffenheit von Mensch und Umwelt. Dazu sind wir sogar gesetzlich verpflichtet. Der Planungsprozess und die Ergebnisse werden transparent im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung dargestellt und besprochen. Hier haben alle Beteiligten die Möglichkeit, das Projekt mitzugestalten sowie Ideen und Anregungen einzubringen. Die identifizierte Variante wird dann in den weiteren Planungsprozess übernommen.

Grundlagenermittlung und Vorplanung (Lph 1 ) 1/2 VerkehrlicheAufgabenstellung Ist-Betriebsqualität und Leistungsfähig- keit der Infrastruktur Verkehrliche Anfor- derungen Technische Planung Entwicklung und Planung technischer Varianten Variantenentscheid ParlamentarischeBefassung BMVI informiert Bundestag über Vorzugsvariante u. Ergebnisse d. Öffent- lichkeitsbeteiligung gemäß §5 Bedarfs- planumsetzungs- vereinbarung 2 Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Lph 1 ) 3/4 Realisierung(Lph 1 ) 5/6 Bericht anBMVI Begründung der Vorzugsvariante Beurteilung möglicher Forde- rungen, die über das gesetzliche Maß hinaus gehen Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung Antragskonferenz (Scoping)für Raumordnungsverfahren Planungsauftrag Gesetzlich gebotene und wirt-schaftlicheVorzugsvariatne Abschluss parlamentarische Befassung Inbetriebnahme 1 Leistungsphase nach Honorar Betriebliche Aufgabenstellung Istzustand der Infrastruktur Sollzustand, um verkehrliche Anfor- derungen zu erfüllen Trassenfindung und technische Machbarkeit

Beteiligung

Frühzeitiger, intensiver und transparenter Austausch mit den Stakeholdern

Unser Ziel ist es, eine Vorzugs­variante zu finden, die die Vorgaben des Bundes­schienen­wege­ausbau­gesetzes erfüllt und die eine möglichst breite Unterstützung in der Region besitzt. Für alle Beteiligten und Betroffenen soll der Entstehungs­prozess der Planungs­unterlagen dabei nachvollziehbar und transparent sein.

1 Beteiligungsforum Mannheim-Karlsruhe ... Kammern Verkehrsverbände BMVI Deutsche Bahn Bürger/ Bürgerinitiativen Wirtschaftsverbände Vereine Regionalverbände Umwelt- und Naturschutzverbände Fahrgastverbände Verkehrsministerien Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Landkreise Abgeordnete Kommunen Behörden Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 1

Gleichzeitig sollen Anregungen und Hinweise aus der Bevölkerung in die Planungen einfließen. Bei der Korridor­untersuchung und der Trassenauswahl sorgen wir darum dafür, dass alle Interessen Gehör finden.

Die parlamentarische Befassung

Wir sind vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, die Maßnahmen im Bundesschienenwegeausbaugesetz zu planen und umzusetzen. Uns ist dabei ein transparenter und offener Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Rhein-Neckar-Region und der Region Mittlerer Oberrhein ein wichtiges Anliegen. Den Rahmen für den Dialog bietet das Beteiligungsforum Mannheim – Karlsruhe. Mitglieder des Forums sind neben Kommunen, Landkreisen, Behörden und Ministerien unter anderem Umwelt- und Fahrgastverbände, Bürgerinitiativen und Kammern. Wir informieren die Akteure im Beteiligungsforum über das aktuelle Projektgeschehen und diskutieren mit ihnen ihre Interessen und Anliegen sowie die Hinweise und Anregungen aus der Bevölkerung. Wir wünschen uns dabei einen intensiven, offenen und vertrauensvollen Austausch, um gemeinsam die beste Lösung für alle zu finden.

Wir beantworten
Ihre Fragen

Warum endet die Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar (NBS RMRN) in Mannheim-Waldhof?

Die Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim soll die heute überlasteten Bestandsstrecken Riedbahn und Main-Neckar-Bahn entlasten. Tagsüber soll die Neubaustrecke vom Fernverkehr genutzt werden, nachts vom Güterverkehr. So können etwa 40 ICE mehr und ca. 9 Minuten schneller als heute zwischen den Metropolen Frankfurt und Mannheim verkehren. Zusätzlich werden nachts die Bestandsstrecken vom Güterverkehr entlastet.

Damit die ICE den Mannheimer Hauptbahnhof anfahren können, müssen die aus Frankfurt kommenden Züge in Mannheim-Waldhof in die Riedbahn einbinden. Daher ist der Endpunkt der NBS RMRN Mannheim-Waldhof.

Wovon ist eigentlich beim „Knoten Mannheim“ die Rede?

Das Projekt „Knoten Mannheim“ kann man als Portfolio an Vorhaben betrachten, die dem Zweck dienen sollen, Engpässe im Raum Mannheim zu beseitigen. Hier treffen die NBS RMRN und die ABS/NBS Molzau – Graben-Neudorf – Karlsruhe aufeinander.

Durch die Hochstufung des Projektes „Knoten Mannheim“ vom potentiellen in den vordringlichen Bedarf, die das Bundesverkehrsministerium (BMVI) im November 2018 bekannt gegeben hat, gibt es nun eine Finanzierungszusage für die weitere Planung der Vorhaben im Knoten Mannheim.

Organisatorisch wird das Projekt „Knoten Mannheim“ der Engpassauflösung im Raum Mannheim–Karlsruhe zugeordnet, die gemäß der geographischen Zuteilung in der Verantwortung des Regionalbereichs Südwest der DB Netz AG liegt.

Bis Ende des Jahres 2019 soll der Verlauf der Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim feststehen. Steht damit auch schon fest, wie der Güterverkehr durch den Knoten Mannheim fahren wird?

Nein. Wie die Verkehre durch den Knoten Mannheim geführt werden sollen, wird im Rahmen der Planung zur Engpassauflösung im Raum Mannheim—Karlsruhe betrachtet. Da das BMVI weiteren Optimierungsbedarf im Knoten Mannheim sieht, kann die Planung mit einer großräumigen Variantenuntersuchung starten. Art und Umfang der Untersuchung zum Knoten Mannheim sind noch final mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Eisenbahn-Bundesamt abzustimmen. Die Untersuchungen werden dann mit Vertreterinnen und Vertretern der Region im Beteiligungsforum Mannheim—Karlsruhe besprochen.

Werden bei der weiteren Betrachtung des Knotens Mannheim auch mögliche Tunnel- und Umfahrungsmöglichkeiten geprüft?

Ja, auch mögliche Umfahrungen und Tunnel können bei der anstehenden Variantenuntersuchung geprüft werden. Nach Aussage des BMVI können entsprechende Lösungen aber nur gerechtfertigt werden, wenn diese ausreichend Nutzen generieren, um die hohen Investitionen zu decken. Dies könne i.d.R. dadurch erreicht werden, wenn alle Verkehre von einer solchen Lösung profitierten und insbesondere Reisezeitverkürzungen im Personenverkehr erzielt würden.

Warum wird der Knoten Mannheim nicht im Projekt NBS RMRN betrachtet?

Die Planungen für die Projekte zwischen Frankfurt und Karlsruhe sind unterschiedlich weit fortgeschritten. Während die DB Netz AG bei der NBS RMRN voraussichtlich Ende des Jahres über eine Trassenführung entscheiden kann, stehen die Untersuchungen zum Knoten Mannheim noch am Anfang und die Planungen zwischen Mannheim und Karlsruhe haben noch gar nicht begonnen. Ein Warten auf erste Planungsergebnisse würde für das Projekt NBS RMRN eine weitere, unnötige Verzögerung bedeuten. Die DB Netz AG hat jedoch eine erneute Betrachtung und gegebenenfalls Anpassung der Streckenführung der NBS RMRN zwischen Lorsch und Mannheim-Waldhof zugesagt, falls die fortschreitende Planung zum Knoten Mannheim dies bedingt.

Warum soll es zwei Beteiligungsforen für die Projekte zwischen Frankfurt und Karlsruhe geben?

Das Beteiligungsforum Frankfurt – Mannheim besteht seit dem Jahr 2016. Hier sind stets Vertreter aus Mannheim und südlich Mannheim eingeladen worden. Auch zukünftig werden die entsprechenden Vertreter weiterhin eingeladen. Zusätzlich wird mit dem Planungsstart zur Engpassauflösung im Raum Mannheim – Karlsruhe bis vsl. Ende 2019 ein weiteres Beteiligungsforum aufgesetzt werden, um die Öffentlichkeit frühzeitig einzubeziehen. Dabei gilt: Die Projektteams der DB Netz AG für Frankfurt – Mannheim und Mannheim – Karlsruhe sowie die beiden Beteiligungsforen werden eng miteinander zusammenarbeiten und sich regelmäßig austauschen.

Die Zusammenführung beider Beteiligungsforen zu einem gemeinsamen Forum sehen wir jedoch als nicht zielführend an. Dort müssten dann alle offenen Fragen zu den Planungen zwischen Frankfurt und Karlsruhe diskutiert werden, die auch noch einen unterschiedlichen Bearbeitungsstatus haben. Dies würde die Arbeit des Beteiligungsforums sehr komplex machen. Hinzu kommt, dass nicht alle Fragen für alle Mitglieder des Forums relevant wären. Die hohe Mitgliederzahl des Beteiligungsforums würde die Zusammenarbeit zusätzlich erschweren.

Wo bekomme ich bis zum Start des Beteiligungsforums Mannheim—Karlsruhe Informationen zum Knoten Mannheim?

Wir werden Neuigkeiten rund um das Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe immer aktuell hier veröffentlichen und diese Internetseite in den kommenden Monaten auch um weitere Informationen ergänzen. Ein regelmäßiger Besuch lohnt sich also. Sie möchten informiert werden, wenn ein Termin für die Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung feststeht? Dann schicken Sie uns einfach eine kurze Nachricht an info@mannheim-karlsruhe.de. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

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