Die Vorzugsvariante steht fest

Im Vergleich weist sie die geringsten Eingriffe in Siedlungsgebiete und Landschaft auf, erreicht die stärkste Bündelung mit bestehender Infrastruktur und löst die größten Engpässe auf: So lautet das Fazit zur Vorzugsvariante des südlichen Abschnitts der Neu- und Ausbaustrecke Mannheim–Karlsruhe.

Die Linienvariante "R4" hat die Nase vorn

Im Rahmen der 15. Sitzung des Dialogforums in Karlsruhe hat die Deutsche Bahn (DB) die Ergebnisse des Variantenvergleichs vorgestellt – mit einem klaren Ergebnis: Die Strecke R4 hat sich nach intensiver Prüfung als Vorzugsvariante herauskristallisiert. 

Der Verlauf der R4

Eine Entscheidung im Stadtgebiet Mannheim ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Der Verlauf der Vorzugsvariante R4 beginnt deshalb zunächst ab Mannheim-Alteichwald in Richtung Schwetzingen und quert dort diesen Bereich unterirdisch. Anschließend verläuft sie gebündelt mit bestehenden Bahnstrecken über Hockenheim und Waghäusel bis Wiesental. Südlich davon schwenkt die Strecke zur Autobahn A5 und folgt ihr bis nach Karlsruhe, wo sie den Güterbahnhof anbindet.

Acht Streckenvarianten wurden in den vergangenen Monaten einer intensiven Prüfung unterzogen. Die R4 ist dabei jene Variante, die mit Blick auf die vorgegebenen Projektziele am besten abgeschnitten hat.

Verlauf der Vorzugsvariante R4

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Planungsprozess mit Hervorhebung Suchraum, Grob- und Linienkorridore, Segmentvergleich

Die Vorzugsvariante im Detail

Bei der Auswahl der Vorzugsvariante werden zunächst die Bereiche Raumordnung und Umwelt sorgfältig geprüft. Aus diesen Bewertungen ergibt sich eine gemeinsame Vorzugsvariante Raumordnung und Umwelt.
Im nächsten Schritt folgt die Bewertung unter den Aspekten Verkehr, Wirtschaft und Technik, um die Varianten ganzheitlich miteinander zu vergleichen.
Auf Basis aller Ergebnisse wird anschließend die endgültige Vorzugsvariante festgelegt – als bestmögliche Lösung, die alle Anforderungen ausgewogen berücksichtigt.

In den drei Bereichen hat unsere Vorzugsvariante gesamthaft am besten abgeschnitten.

  • Positive Bewertungen überwiegen, keine negativen Bewertungen
  • Geringste Betroffenheit aller Varianten bei der Wasserwirtschaft (keine Betroffenheit Vorranggebiet Grundwasserschutz und sehr geringe Betroffenheit Vorranggebiet Hochwasserschutz)
  • Geringste Betroffenheit von Vorranggebieten Landwirtschaft sowie Wald und Forstwirtschaft
  • Positive Bewertungen überwiegen, keine negativen Bewertungen
  • Geringste Betroffenheit aller Varianten bei der Wasserwirtschaft (keine Betroffenheit Vorranggebiet Grundwasserschutz und sehr geringe Betroffenheit Vorranggebiet Hochwasserschutz)
  • Geringste Betroffenheit von Vorranggebieten Landwirtschaft sowie Wald und Forstwirtschaft

  • Positive Bewertungen überwiegen
  • Keine Trenn- und Einschlusswirkungen hoher Konfliktlage (Schutzgut Menschen)
  • Geringster Eingriff in Überschwemmungsgebiete
  • Geringste Inanspruchnahme schutzwürdiger Böden
  • Geringe Lebenszyklusemissionen
  • Positive Bewertungen überwiegen
  • Keine Trenn- und Einschlusswirkungen hoher Konfliktlage (Schutzgut Menschen)
  • Geringster Eingriff in Überschwemmungsgebiete
  • Geringste Inanspruchnahme schutzwürdiger Böden
  • Geringe Lebenszyklusemissionen

  • Verkehrliche Engpässe im Raum südlich von Mannheim werden vollständig aufgelöst
  • Gute Anbindung an wesentliche Knoten (Mannheim Rangierbahnhof, Stuttgart und Karlsruhe Güterbahnhof)
  • Gute Möglichkeiten zur Teilinbetriebnahme 
  • Überdurchschnittliches und damit günstiges Nutzen-Kosten-Verhältnis
  • Durchgehend positive Bewertung aller Kriterien
  • Verkehrliche Engpässe im Raum südlich von Mannheim werden vollständig aufgelöst
  • Gute Anbindung an wesentliche Knoten (Mannheim Rangierbahnhof, Stuttgart und Karlsruhe Güterbahnhof)
  • Gute Möglichkeiten zur Teilinbetriebnahme 
  • Überdurchschnittliches und damit günstiges Nutzen-Kosten-Verhältnis
  • Durchgehend positive Bewertung aller Kriterien
Gesamtergebnis Variantenvergleich NBS/ABS Mannheim - Karlsruhe

Wie geht es weiter?

Nach der Bekanntgabe der Vorzugsvariante geht für uns die Arbeit weiter. Am 4. Dezember haben wir die Öffentlichkeit im Rahmen eines öffentlichen Infoabends über die Vorzugsvariante informiert. Gleichzeitig bereiten wir die Raumverträglichkeitsprüfung vor. Die Unterlagen hierfür sollen voraussichtlich im April 2026 beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht werden. Mitte 2026 erwarten wir die Zugzahlen 2040 Deutschlandtakt. Mit diesen kann die Vorzugsvariante für den Raum Mannheim ausgesucht werden. Im zweiten Halbjahr 2026 rechnen wir mit der Verkündung der Vorzugsvariante inklusive dem Raum Mannheim.

Auf unserer Unterseite Öffentliche Veranstaltungen erfahren Sie mehr. 

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